Eines der Nebenprodukte dieses Prozesses sind Wasserstoffionen (H⁺), die den pH-Wert in der Umgebung senken können. Ein sinkender pH-Wert wirkt sich negativ auf die Effizienz des biologischen Prozesses aus, da viele der beteiligten Mikroorganismen empfindlich auf saure Bedingungen reagieren. Ein zu niedriger pH-Wert kann zu einer verringerten Enzymaktivität und Wachstumsrate der Mikroben führen, wodurch der Reduktionsprozess verlangsamt oder sogar gestoppt wird. Insbesondere die Dehalococcoides mccartyi Stämme, die für die vollständige Umwandlung von PER und TRI in Ethylen verantwortlich sind, sind sehr empfindlich. Bei einem pH-Wert von < 6 sinkt ihre Aktivität auf Null.
Die Pufferung des pH-Werts, z.B. durch Karbonatpuffer oder die Zugabe von alkalischen Substanzen wie Natriumbikarbonat oder Magnesiumhydroxid , verhindert ein zu starkes Absinken des pH-Werts. Dadurch wird eine stabile, neutrale bis leicht alkalische Umgebung aufrechterhalten, in der die beteiligten Mikroorganismen optimal arbeiten können. Dadurch wird die reduktive Dechlorierung effizienter und der Sanierungsprozess kann erfolgreich durchgeführt werden.
Kurz gesagt, die pH-Pufferung ist unerlässlich, um die mikrobielle Aktivität zu unterstützen und den Sanierungsprozess von VoCls effektiv und nachhaltig zu gestalten.

Abbildung 1. Relative Dechlorierungsraten (RpH /Rmax) in Abhängigkeit vom pH-Wert für die Konsortien SL2-PCEa, SL2-PCEb, AQ-1 und PM (angepasst von Lacroix et al. 2014)[32]. Quelle: Enviro.wiki
pH-Puffer
QM Environmental International liefert verschiedene Puffer in unterschiedlichen Stärken auf der Basis von Calciumcarbonat und Natriumbicarbonat sowie Magnesiumhydroxid. Für Grundwasser mit sehr niedrigen pH-Werten ist CoBupHMg ein idealer Puffer mit einer sehr lang anhaltenden Wirkung.


